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Bericht aus Berlin - Modellraketenmeisterschaft
(Von und mit Engelbert Hanisch)
Am. 1. und 2. Juni wurde in Kreuzbruch bei Berlin der erste von drei
Teilwettbewerben zur Deutschen Modellraketenmeisterschaft und der Kaderrangliste (DAeC) ausgetragen. Engelbert bekam kurzfristig am Mittwoch "grünes Licht", er musste am Wochenende nicht dienstlich ran. Am
Mittwochabend fing die Bauerei an und ging am Donnerstag (Fronleichnam) weiter. Nachts um 2 Uhr war es geschafft. Freitags zuerst wieder in die Redaktion. Um 15 Uhr war Feierabend und die 600 km-Reise wurde angetreten.
Gegen 22 Uhr das Hotel erreicht, um 1 Uhr waren dann auch die Akkus voll und die Modelle für ihren Einsatz vorbereitet.
14 Modellsportler trafen sich am Samstag um 9 Uhr auf dem Fluggelände. Es
wehte ein mittelprächtiger Wind zwischen 18 und 32 km/h, und dann auch noch in die falsche Richtung, genau auf den etwa 800 Meter entfernten Wald.
Deshalb war auch der Erfolg von Engelbert mit den Raketen eher bescheiden: 9. Platz mit dem Fallschirm. Falsche Taktik : wegen dem Wind zu kleinen Fallschirm genommen,
um das erste Modell für den dritten Durchgang wieder zu bekommen. Aber es ging auch in den Wald, und brachte wegen dem kleinen Fallschirm zu wenig Zeit. Deshalb musste das zweite Modell einen noch kleineren Schirm bekommen,
flog entsprechend kürzer, konnte aber wiedergefunden und für den dritten Start fertig gemacht werden. Da gab es mit einem ordentlichen Schirm auch eine Max. Aber die kam zu spät. Mit dem Flatterband gab es den 7. Platz.
Die Kollegen hatten alle kleinere und leichtere Motoren aus der Tschechei, an die ich nicht ran komme. Deshalb könne die ihre Modelle leichter bauen, was gerade beim Flatterbandwettbewerb den Ausschlag für lange
Flugzeiten gibt. Dass trotzdem der siebte Platz raus sprang, ist um so schöner.
Noch besser lief es aber mit dem großen RC-Gleiter, obwohl der in Kreuzbruch
seinen Jungfernflug machte. Entsprechend wackelig war der erste Start, die beiden folgenden wurden mit den entsprechenden Trimmungsänderungen dann
immer besser. Und das brachte hinter den beiden Vizeweltmeistern (Einzel und Mannschaft) Steffen Mieleh und Sascha Steinbeck den dritten Platz.
Am Sonntag wurde noch als Schiedsrichter bei den Freiflug-Raketengleitern geholfen, danach bei drei Flügen die Querruderfläche auf dem RC-Gleiter
vorgeführt, und um 14 Uhr der Heimweg angetreten. Darüber schweige ich mich aus, Stau vor Braunschweig, Stau vor Hannover, Stau vor dem Kamener Kreuz,
Stau vor dem Westhofener Kreuz - kurz vor Mitternacht war ich endlich zu Hause.
Am letzten Juni-Wochenende ist wieder in Kreuzbruch der zweite Teilwettbewerb. Wenn ich es schaffe, fahr ich trotzdem wieder hin.
Engelbert
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